„Unreife Früchte“: Wie groß und nah die Welt noch war
Als Erwachsener aus der Perspektive eines Kindes zu erzählen ist schwer. Der Schriftstellerin Wioletta Greg glückt es in dem autobiografischen Roman „Unreife Früchte“.
Als Erwachsener aus der Perspektive eines Kindes zu erzählen ist schwer. Der Schriftstellerin Wioletta Greg glückt es in dem autobiografischen Roman „Unreife Früchte“.
Die FAZ staunt, wie Josef Winkler die Biografie seines Vaters mit der braunen Vergangenheit Österreichs verknüpft. Die FR bewundert, dass Sigrid Damm sich ihrem Vater so bedächtig wie zuvor Goethe und Schiller nähert. Die taz gibt sich mit René Daumal …
Zum vierten Mal gibt es Poesie satt unter freiem Himmel. Längst ist das Poetree nicht mehr aus dem Göttinger Sommer wegzudenken. Das Konzept ist und bleibt: Wir bieten einen Querschnitt aus dem Spannendsten, mit dem die deutschsprachige Lyrikszene derzeit aufwartet….
Jeden Samstag berichtet der Lektor, Verleger und Literaturagent Vito von Eichborn über das Büchermachen. Es geht ihm nicht um Theorien, sondern um das Handwerk auf dem Weg zur »Ware Buch«. Er redet Klartext, räumt mit Vorurteilen auf – und will …
Schon mal „Mottek“ oder „Bierek“ gehört? Der Sprachwissenschaftler Peter Honnen hat das etymologische Lexikon „Wo kommt dat her?“ geschrieben….
In Paris kämpfen die Bouquinisten ums Überleben, berichtet Martina Meister in der Welt. Einer davon, Callais, ein Bouquinist von altem Schrot und Korn, fordert daher Weltkultur-Status für seine Zunft. Mittlerweile „gebe es echte Sozialfälle unter den Kollegen, erzählt Callais….
Der Band „Blinder Fleck“ beruht auf einer kurzzeitigen Erblindung des Autors Teju Coles. Danach sei das Sehen für ihn anders gewesen. Mit Stift und Kamera erkundete der nigerianisch-amerikanische Schriftsteller und Fotograf neu die Welt und die Essenz der Orte….
Heute vor 18 Jahren starb Ernst Jandl. Er fehlt heute….
Der Historiker James Q. Whitman zeigt, wie die Nationalsozialisten zu Beginn ihrer Herrschaft versuchten, von rassistischer Gesetzgebung in den Vereinigten Staaten zu lernen. Für Vernichtungskrieg und Holocaust benötigten sie allerdings keine Vorbilder….
Die Wiederentdeckung der Werke von Iwan Bunin (1870–1953) dauert an. Heute berührt er vor allem als Chronist einer untergehenden Welt, der er auch noch im Vorgefühl der Katastrophe eine eigentümliche ästhetische Qualität abtrotzte.
Ist es Satire oder Parodie – oder einfach ein nur zur Hälfte gelungener Roman? In Alexander Schimmelbuschs «Hochdeutschland» erstickt der Luxus an sich selbst.
Noch einmal kehrt der Schriftsteller Ralf Rothmann mit seinem neusten Roman zurück in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Er lässt dabei grelle Widersprüche aufeinanderprallen.
Kritik: April 1945: Die Alliierten haben bereits den Rhein überquert und fliegen Luftangriffe, die Rote Armee hat Danzig erobert und ist auf dem Vormarsch. Es sieht nicht gut aus für das Tausendjährige Reich. Vor dieser historischen Kulisse gibt Peter Keglevic …
Ein Achtel, grob gerundet, der Insassen missbilligt solcherlei Verhüllungskunst: „Was die da planen, ist doch nicht zu fassen! Zum zweiten Mal das Hohe Haus verhunzt! Ganz offensichtlich gegen uns gerichtet….
Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild (etc.) 1 bild / 100 worte Und wie, fragten wir uns nie, funktioniert das „Sehen“ eines selbstfahrenden Autos? Neulich erfuhren wir die Antwort einfach so, und das machte uns froh….
Die Transamazônica ist eine mehr als 4.000 km lange Fernstraße, die mitten durch Brasilien führt. Mit dem Bau in den 70er Jahren begann eine gigantische Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasgebiet….
Martin Walsers gesammelte Interviews resümieren vier Jahrzehnte FeuilletondebattenRezension von Wieland Schwanebeck zuMartin Walser: „Ich würde heute ungern sterben“. Interviews von 1978 bis 2016Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018
Jenny Bünnigs vorzügliche Dissertation diskutiert die Verlaufsformen des Melancholischen in der Kunst unter immenser Aufwertung des RezipientenRezension von Simon Scharf zuJenny Bünnig: Melancholische Zeit, melancholischer Raum. Charles Baudelaire – Virginia Woolf – Edward Hopper – Gustav DeutschCh. …
Stefan Descher legt eine Untersuchung zu Interpretationstheorien vorRezension von Karin S. Wozonig zuStefan Descher: Relativismus in der Literaturwissenschaft. Studien zur relativistischen Theorien der Interpretation literarischer TexteErich Schmidt Verlag, Berlin 2017
In Philip Kerrs Roman „Kalter Frieden“ muss Bernie Gunther wieder einmal alles gebenRezension von Dietmar Jacobsen zuPhilip Kerr: Kalter FriedenWunderlich Verlag, Reinbek 2018
Ich kann nur in Büchern denken, nicht in Bibliotheken.
»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer Michael Augustin Strafstoß Kreideweiß zittert das Gras auf dem Elfmeterpunkt. © Michael Augustin, Bremen »Gedichte mit Tradition« im …
Die SZ lässt sich von Ed Yong in die faszinierende Welt der Mikroben einführen und lernt viel für’s Leben. Außerdem freut sie sich über eine Neuausabe von Fritz Alexander Kauffmanns „Chronik einer Kindheit“. Die FAZ unternimmt mit Carl Schmitts Tagebüchern …
Als das Binnen I in die Spache kam, fiel den aufmerksamen LeserInnen schnell auf, daß FaschistInnen und RassistInnen nicht vorkommen. Inzwischen ist gendergerecht ein * dazugekommen. Diese gendergerechte Didaktik, oft auch gendersensible Didaktik genannt, soll darauf abzielen, dass sie Frauen …
Künstliche Intelligenz ist ein ernstzunehmendes Thema unserer Zeit. Was Computer zu lernen in der Lage sind und inwiefern Computer, deren Intelligenz die des Menschen übertrifft, gesellschafts-, wirtschafts- und sicherheitspolitisch nützlich oder wünschenswert sind, beschäftigt nur die wenigsten im Alltag. Dabei …