Das Ende der Maxim-Biller-Show
Maxim Biller verlässt das Literarische Quartett – Schade! „Ich weiß ja nicht, was ich am Schrecklichsten an diesem Buch finde“, diesen Satz wird so wohl nicht mehr zu hören sein….
Maxim Biller verlässt das Literarische Quartett – Schade! „Ich weiß ja nicht, was ich am Schrecklichsten an diesem Buch finde“, diesen Satz wird so wohl nicht mehr zu hören sein….
Mit der Ausgrabung von J. L. Carrs „Ein Monat auf dem Land“ erschliesst Dumont sanften Lesestoff „Und wer weiß, vielleicht könnte ich anschließend einen Neuanfang machen und vergessen, was der Krieg und die Streitereien mit Vinny bei mir angerichtet hatten, …
„Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen“ – Tim Parks über Literatur Es ist eine Weile her, da habe ich unter dem Titel „Worüber wir reden, wenn wir über Bücher reden“ ein Buch besprochen, welches nicht nur wie das …
Leicht und eindrucksvoll erzählt Joachim Meyerhoff in „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ vom Ankommen und Abschiednehmen „Während der gesamten nächsten drei Jahre wohnte ich bei ihnen und die Zeit mit meinen Großeltern war vielleicht sogar intensiver und prägender für …
„Außer uns spricht niemand über uns“ erkennen die Helden in Wilhelm Genazinos Roman „Vielleicht gab es die Krücken nur deswegen, weil die Menschen zwischendurch an ihrem Bewusstsein litten, dass ihnen geholfen werden musste. Allgemeine Mangelgefühle waren auch mir seit der …
Bodo Kirchhoffs „Widerfahrnis“ – über Schuld und den Versuch der Erinnerung zu entfliehen „Widerfahrnis“ ist mein erstes Buch von Bodo Kirchhoff und ich weiß gar nicht so recht, warum? Aber ich weiß nach der Lektüre, daß es nicht mein …
Matthias Brandt erzählt in „Raumpatrouille“ von seiner Kanzlerkind-Kindheit „Alles, was ich erzähle, ist erfunden. Einiges davon habe ich erlebt, manches von dem, was ich erlebt habe, hat stattgefunden.“…
Thomas Lang blickt in „Immer nach Hause“ aus Männersicht auf Hesses erste Ehe „Noch eines: würden Sie mir raten zu heiraten? Sie kennen mich ein wenig, sind Diplomat und haben selbst eine Frau. Ist es wirklich so schlimm, wie man …
„Am schönsten ist’s bei schlechtem Wetter“ – Jürgen Königs Jahr auf Medalges „… daß es keinen Baum gibt, ist gut so. Ich wollte ja eine Hütte oberhalb der Baumgrenze, da, wo nur noch karge Almwiesen und Felsen sind, also weit …
Ein Kochbuch?! Rom – Das Kochbuch von Katie Parla Einem Rom-Kochbuch kann ich einfach nicht widerstehen. Vorallem nicht diesem Exemplar, das nicht nur kulinarische Sehnsüchte stillen will, sondern auch jene Nostalgia, die einen in der Ferne befällt….
Beziehungen, Bedrohungen, Selbsterkundungen Ernst-Wilhelm Händler konstatiert im Kurzporträt „Der Mensch ist ein in Geld eingewickeltes Stück Fleisch“. Ein schöne, wenn auch grausame Metapher, die jene Kälte vorwegnimmt, die in „München“ herrscht….
Auch heute Hunde! Als große Lebensbeichte wird Hans Platzgumers „Am Rand“ angekündigt. Schon der erste Satz führt uns zur kleinsten Form des Randzonengebiets, den Gipfel….
Vierpfotige Freunde Die nächsten vier Romane sind haustierlastig. Allerdings macht die in vielerlei Hinsicht als Nummer eins zu betrachtende Stadler’sche Rauschzeit eine Ausnahme….
Bitte ein Buchpreisheft! Oh, hatte ich doch vor zwei Wochen noch frohlockt, daß es heuer viel einfacher sei an die Longlist-Leseproben zu kommen als dereinst. Pustekuchen!…
Anna Katharina Hahn erzählt in ihrem neuen Roman „Das Kleid meiner Mutter“ von der Generación Cero, den Persönlichkeitsrechten des Schriftstellers und dem „nicht wissen, was Wirklichkeit und Fantasie war“ „Es ist ein Roman über Spanien und Deutschland, über Sprachverlust ebenso …
Bewährtes, Überraschendes und ein Bestseller Immerhin sieben Titel meiner Tipps tauchen auf der heute Morgen veröffentlichten offiziellen Longlist auf: “Drehtür” von Katja Lange-Müller, die bereits 2007 mit “Böse Schafe” auf der Shortlist stand. Außerdem die Österreicherin Eva Schmidt mit “Ein langes Jahr”, …
Die Betonung liegt auf der Unabhängigkeit – 12 Jahre Deutscher Buchpreis Im zwölften Jahr des Deutschen Buchpreises wäre es müßig sich mit den Regularien dieser Auszeichnung aufzuhalten. Neu ist lediglich die Zusammensetzung der Jury, zu der auch im Jahr …
William Faulkners grandioser Roman „Absalom, Absalom!“ in der Neuübersetzung von Nikolaus Stingl „Vielleicht ist Geschehen nichts Einmaliges, sondern gleicht dem Gekräusel auf Wasser, nachdem der Kiesel versunken ist, und das Gekräusel geht weiter, breitet sich aus, der Teich ist …
Marie Darrieussecq hinterfragt in „Man muss die Männer sehr lieben“ den subtilen Rassismus „Er war ein Mann mit einer Großen Idee. Die sah sie in seinen Augen leuchten. Seine Pupille rollte sich zum glühenden Band zusammen….
Peter Stamm führt seine Leser „Weit über das Land“ und sehr schön in die Irre „Seine abgelegten Socken waren der erste Beweis dafür, dass er seine alte Existenz abgestreift hatte. Er würde nicht zurückkommen, er hatte sich aus dem Leben …
Altes aussortiert Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen!? Ach nee, doch nicht, falsches Fest und bei dem strömenden Regen ist nichts lieblich. Was also tun?…
Gaito Gasdanows überkonstruierter Roman „Das Phantom des Alexander Wolf“ „Wie fiktiv alles ist!“, sagte Wolf….
In „Die Unglückseligen“ stellt Thea Dorn die Frage nach der Machbarkeit des Möglichen „Wie sagt man hierzulande? It takes one to know one. Offensichtlich hatte sich der Verrückte da draußen für sein Wahn-Ich treffsicher einen der verrücktesten Physiker herausgesucht, der …
Walser zeigt in „Ein sterbender Mann“ viele Facetten seiner Literatur „Ich schrieb ehrgeizlos. Ich schrieb, wie mir zumute war. Die Leute lesen’s gern….
John Williams evoziert in „Stoner“ die Macht der Literatur „Immer noch lächelnd, ironisch, böswillig, wandte er sich Stoner zu. ‚Du entkommst mir ebenso wenig, mein Freund. Nein, du nicht….