BÜCHERSCHAU DES TAGES: Die Wonnen der Unvollständigkeit
Auf schöne Betrachtungen und kluge Diagnosen stößt die SZ in Peter Sloterdijks Essays „Was geschah im 20. Jahrhundert?“….
Auf schöne Betrachtungen und kluge Diagnosen stößt die SZ in Peter Sloterdijks Essays „Was geschah im 20. Jahrhundert?“….
Zum hundersten Todestag Marie von Ebner-Eschenbachs empfiehlt die NZZ die vierbändige Leseausgabe im Schmuckschuber und die FAZ rät zu Daniela Strigls Biografie „Berühmt sein ist nichts“. Die Welt feiert David Mitchells Fantasyroman „Die Knochenuhren“ als genresprengendes Mammutprojekt und Antje Ravic …
„Nicht auf den Kopf!“, Markus Breitscheidels Schilderung häuslicher Gewalterfahrung, lässt die FAZ fassungslos zurück. Helle Begeisterung löst bei ihr hingegen Henning Albrecht mit seiner exzellenten Biografie von Horst Janssen aus….
Die FAZ amüsiert sich mit dem berauschten Benjamin Stuckrad-Barre, den nüchternen findet sie wenig originell. Die SZ winkt ganz ab. Die Zeit lobt den neuen Esterhazy: Schwierig, aber großartig….
Echten Realismus bietet Guy de Maupassants gnadenlose Schilderung eines Frauenlebens im 19. Jahrhundert. Wie man im Alter das Recht auf letzte Genüsse verteidigt, lernt die NZZ von Junichiro Tanizaki….
Die FAZ strahlt vor Glück über Marion Poschmanns Gedichte „Geliehene Landschaften“. Mit seinem Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ wird Michael Köhlmeier Maßstäbe setzen, ist sich die SZ sicher. Die NZZ lernt von Carlos Fraenkel und „Mit Platon in Palästina“ …
Marion Poschmanns Gedichtband "Geliehene Landschaften", soeben erschienen, ist in Leipzig für den Buchpreis nominiert. Benötigen wir die Natur um den Preis, dass wir sie erfinden müssen?
Als schön wahnsinnig feiert die FAZ Nis-Momme Stockmanns Roman „Der Fuchs“ über das Ende des norddeutschen Thule. Tiefsinnig und inspirierend findet die Welt, was Emmanuel Carrère über das Frühchristentum und das „Das Reich Gottes“ zu sagen hat. Die NZZ …
In seinem Roman "In den Straßen der Wut" setzt Ryan Gattis einen Bandenkrieg im brennenden Los Angeles von 1992 als manisches Egoshooter-Spiel in Szene. In Garry Dishers australischer Krimiwestern "Bitter Wash Road" nimmt es der strafversetzte Constable Hirsch mit den …
Die FAZ ist tief berührt von den Geschichten junger Jesidischer Frauen, die von den Verbrechen des „Ilsamischen Staats“ berichten. In der SZ begibt sich Tilman Spengler mit Rainer Kloubert nach Peking. Außerdem geht’s um Prozesse gegen Künstler in Russland….
Die SZ liest sich mit „Seismographic Sounds“ durch ein fantastisches Kompendium für den kosmopolitischen Popliebhaber. In der taz tut sich ein gewaltiger Graben auf zwischen Benjamin von Stuckrad-Barre, Jg. 75, und Ronja von Rönne, Jg….
Ein Buch für alle, die Chemie hassen: Jens Soentgens „Wie man mit dem Feuer philosophiert“ beschert ihnen ein Saulus-Erlebnis, versichert die FR. Und Blausäure kann man danach auch selbst herstellen. Die NZZ bespricht Kinderbücher, besonders gut gefiel …
Die FR begrüßt sehr, dass Kamel Daoud mit seiner Camus-Aneignung „Der Fall Meursault“ das Gleichgewicht von Macht und Menschlichkeit wieder herstellt. Die NZZ genießt in Nicholson Bakers „Regenmobil“ die Mischung aus Fantasie, schrulligem Personal und technischem Gerät. Die FAZ rühmt …
Die SZ genießt noch einmal in „Gesammelter Prosa“ den reinen und herben Barock H.C. Artmanns….
Die taz amüsiert sich prächtig mit einem Comic von Anna Haifisch über Künstler in einer Schaffenskrise. Sehr gut unterhalten hat sie sich auch mit Hanns Zischlers Lesung der Henry-James-Novelle „Im Käfig“ über eine Londoner Telefonistin. Die Welt legt uns …
Die FAZ ist überwältigt von den freihändig geschossenen, intimen Kollegenporträts des Fotografen Volker Hinz. Die NZZ amüsiert sich königlich mit Eric Chevillards clownesker Verlängerung des Grimmschen Märchens vom tapferen Schneiderlein. Die Zeit streift mit Misha Glenny durch die Favelas….
In der SZ blickt Tex Rubinowitz mit Heinz Strunk in die Abgründe der Hoffnungslosigkeit. Die FAZ blickt zurück auf Rom und reist mit Carlos Fraenkel zu den philosophischen Brennpunkten der Weltpolitik. Die Welt lernt aus Briefen an die DDR-Führung, dass …
Erschüttert und begeistert zugleicht liest die SZ Kettly Mars‘ haitianischen Roman „Ich bin am Leben“. Geradezu berückt lässt sie sich von Friederike Mayröckers „fleurs“ umkränzen. Die NZZ jubelt über Noemi Lerchs Prosadebüt „Die Pürin“, dessen Leichtigkeit durch Unendlichkeit gegangen …
Wie eine Granate schlägt bei der SZ Ece Temelkuras geladenes Buch „Euphorie und Wehmut“ über Erdogans Türkei ein. Humor und Herz enmtdeckt sie in Erhard Epplers Erinnerungen „Links leben“. Nicht ganz überzeugt ist sie von Joe Saccos Brachialsatire „Bumf“….
Mit dem Roman „Der goldene Handschuh“ ist Heinz Strunk endgültig in der Hochliteratur angekommen, jubelt die taz. Die kraftvollen visuellen Schilderungen in Andrzej Stasiuks „Der Osten“ lassen die Welt geradezu schmerzlich die Folgen des kommunistischen Erbes spüren. Die FAZ feiert …
Die SZ lernt von David Graeber, dass der Neoliberalismus eigentlich gar kein Liberalismus ist. Und von Francois Cheng lernt sie, das Leben vom Tod aus zu betrachten. Die FAZ arbeitet sich durchaus gewinnbringend durch Ernst Machs mechanische Theorien….
Großer Auftritt des verachteten Mannes: Michael Kumpfmülllers Roman über das Schwinden der Männlichkeit ringt der Zeit großen Respekt ab, ebenso Heinz Strunks Hamburger Serienmörder-Roman „Der goldene Handschuh“ und Wolfram Siemanns Metternich-Biografie. Verstörend findet FAZ die Vergewaltigungsfantasien eines Ökospießers in …
Mit Freude entdeckt die NZZ mit Sigismund Krzyżanowskis „Club der Buchstabenmörder“ einen Klassiker der russischen Moderne wieder. Die FAZ stimmt ein in die Hymnen für Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault“. Und die SZ liest mit großem Interesse eine Neuübersetzung …
Großes Lob in der SZ auch für den zweiten Band von Riad Sattoufs autobiografischer Graphic Novel „Der Araber von morgen“. Die NZZ empfiehlt David Grossmans so explosiven wie zarten Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“. Die FAZ lässt sich …
Sehr verdienstvoll findet die SZ, was Jospeh McVeigh in seiner biografischen Studie über Ingeborg Bachmanns Wiener Jahre zutage befördert. Skeptisch bleibt sie bei Pierre Bourdieus Vorlesungen über Manet. Nicht ganz leicht zu schultern findet die taz den Weltekel, …